Gute LauneLachen wirkt WunderEine Minute lachen soll genauso wertvollsein wie zehn Minuten joggen! Lachen befreit, lockert die Muskeln und setzt Glückshormone frei. Grund genug, das Phänomen malgenauer unter die Lupe zu nehmen. Die Geschichte klingt unglaublich, ist aber wahr: Norman Cousins war schwer krank und schmerzgeplagt, die Ärzte hatten ihn so gut wie aufgegeben. Doch der amerikanische Journalist kam wieder auf die Beine, indem er sich selbst kurierte – durch Lachen.
Cousins wusste aus einem Fachartikel, dass negative Emotionen die Ausschüttung körpereigener Hormone ungünstig beeinflussen, und dachte sich, das könne womöglich auch umgekehrt funktionieren. Deshalb suchte er nach allem, was ihn aufheitern konnte, und stellte fest, wie wohl ihm das Lachen tat: Hatte er zehn Minuten oder länger herzhaft gelacht, nahm er den Schmerz kaum mehr wahr. Mit der Zeit besserte sich auch die entzündliche Wirbelsäulenerkrankung, an der er litt. Cousins schrieb ein Buch über seine Selbstheilung. „Wer den Tag mit einem Lachen beginnt, hat ihn bereits gewonnen.”
(Sprichwort aus Tschechien) Lachen befreitDass Lachen die beste Medizin ist, weiß der Volksmund seit langem. Und obendrein hat diese Medizin keinerlei Nebenwirkungen. Jeder kann die entspannende und befreiende Wirkung täglich fürs eigene Leben nutzen. Und weil sich’s gemeinsam leichter lacht als allein im Kämmerchen, gibt es in vielen Städten Lach-Yoga-Kurse oder Lach-Clubs. Ein bisschen Pantomime, Dehn- und Atemübungen – dann springt der Funke bald über. Die Idee stammt aus Indien. Lachen hat eine heilende Wirkung
Seit Norman Cousins’ Selbstversuch hat die Wissenschaft viel über die positiven Wirkungen des Lachens herausgefunden. Als Begründer der Lachforschung (Gelotologie) gilt William Fry; er lehrte an der Stanford-Universität in Palo Alto. Bestens belegt ist heute, dass Lachen hilft, Schmerzen leichter zu ertragen. Herzhaftes Lachen senkt die Schmerzempfindlichkeit um bis zu 30 Prozent. Lachen lockert außerdem die Muskulatur und fördert die Durchblutung. Die Atmung vertieft sich, die Funktionsfähigkeit der Lungen verbessert sich. Beobachtet wurde auch, dass regelmäßiges Lachen den Blutdruck senken kann. Stresshormone und Entzündungsmarker im Blut nehmen ab, die Produktion von Killer-Zellen und Antikörpern wird hingegen angeregt und dadurch das Immunsystemgestärkt. Lachen wirkt auch auf die Psyche: Die Stimmung hellt sich auf, weil der Körper mehr Glückshormone ausschüttet. Übrigens: Schon wenn wir jemanden nur lachen hören, wird unser Gehirn aktiv. Spezielle Nervenzellen, die so genannten Spiegelneuronen, reagieren auf die akustischen Gefühlsausdrücke. Unsere Gesichtsmuskeln werden auf diese Weise schon darauf vorbereitet, mitzulachen. Das erklärt, warum Lachen ansteckend ist. Eindrucksvolle Fakten. Aber die dürfen Sie wieder vergessen. Lachen Sie lieber öfter mal lauthals drauf los. Silvia Ruhland Zehn Tipps für Ihren Alltag:- Denken Sie zurück an Situationen aus der Vergangenheit, über die Sie heute lachen können.
- Umgeben Sie sich mit fröhlichen Menschen, meiden Sie Miesepeter.
- Schauen Sie lustige Fernsehsendungen an statt Problemthemen zu verfolgen.
- Auch im Kino laufen witzige Filme.
- Kinder lachen gern, lassen Sie sich davon anstecken.
- Lesen Sie Witze in Zeitungen und Zeitschriften und erzählen Sie diese weiter.
- Spielen Sie mal wieder ein Gesellschaftsspiel mit Freunden – das macht Spaß!
- Nehmen Sie kleine Missgeschicke mit Humor.
- Lächeln Sie sich jeden Morgen im Spiegel an.
- Begegnen Sie anderen Menschen freundlich.
Sie sehen keinen Grund zu lachen?Haben nichts als Ärger? Versuchen Sie es trotzdem. Tun Sie einfach so, als ob. Man braucht keinen Grund, damit das Lachen seine positive Wirkung entfalten kann. Selbst gespieltes Lachen nutzt. Allein die Aktivität der beteiligten Muskeln setzt im Körper etwas in Gang. Lesetipp: Lachyoga. Feel good!, Christoph Emmelmann, 48 Seiten, 55 Farbfotos, mit Übungs-CD, Gräfe und Unzer, München
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