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Einzigartige Medizin

Was ist eigentlich… Propolis?

Heilende Kräfte kommen aus dem Bienenstock: Honig, das beliebte Süßungsmittel für die gesunde Küche und das Schutzharz Propolis. Was genau versteht man darunter?

Imker mit BienenwabenWenn sie nach ihrem Ausflug in den Stock zurückkehren, müssen die Bienen zunächst einen Propolis-Teppich passieren. Eine Art Desinfektionsschleuse am Einflugloch. Denn im Bienen-Zuhause herrschen strenge Hygienevorschriften. Bakterien, Viren, Pilzsporen – alle sollen draußen bleiben. Vor der Stadt sozusagen. Denn der Begriff Propolis leitet sich ab vom Griechischen pro = vor und polis = Stadt.

In jedem Bienenvolk gibt es Spezialistinnen, die die Zutaten für Propolis sammeln und das Schutzharz herstellen. Als Ausgangsstoff dienen Pflanzenharze, die beispielsweise zarte Knospen und Blätter in der Natur vor Pilz- und Bakterienbefall schützen. Später fügen die Bienen Wachs und – ähnlich wie bei der Honigherstellung – eigene Drüsensäfte hinzu. Das Endprodukt ist einzigartig.

Im Bienenstock ist Propolis ein wichtiges Arbeitsmaterial: Jede Wabe erhält eine schützende Propolis-Ummantelung, Risse und Spalten werden mit dem Harz ausgebessert. Und sollte sich einmal ein Eindringling im Bienenreich verirren, wird er fein säuberlich mit Propolis konserviert.

Schon in der Antike nutzte man Propolis für Medizinzwecke. Und bis heute wird es in den verschiedensten Zubereitungen traditionell angewendet, etwa um:

  • Infekten vorzubeugen und sie zu behandeln
  • die Abwehrkräfte zu stärken
  • die Mundhygiene zu unterstützen

Zu den genauen Wirkmechanismen haben wir zwei Experten des Reformhaus-Herstellers Börner GmbH in Bremen befragt, der seit vielen Jahren Propolis-Produkte unter der Marke Bakanasan anbietet.

Text und Interviews: Doris Eschenauer

 

Propolis wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze

Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff Propolis?

Dr. Philip BerghöferDr. Philip Berghöfer, Pharmazeutische Technologie: Propolis ist ein komplexes Vielstoffgemisch. Die Zusammensetzung hängt stark von der Region, Saison, der Spezies und dem Bienenvolk ab. Inzwischen sind weltweit mehr als 700 Substanzen in Propolis identifiziert worden. Erklärlich ist diese Diversität, da eine Vielzahl unterschiedlicher Pflanzen und Pflanzenteile als Quelle genutzt werden. Es sind meist die äußeren Schutzschichten von Knospen, Blättern, Früchten und Stämmen, die besonders reich an aromatischen Verbindungen, phenolischen Substanzen, Flavonoiden, Ligninen und Terpenen sind. In Europa sind beispielsweise die Knospen der Pappeln eine von der Biene gerne genutzte Quelle. Dabei geht die Propolissammelbiene bei ihrer Arbeit äußerst selektiv vor: Sie besucht zwar viele Knospen, sammelt aber nur von wenigen.

Wie kann unsere Gesundheit davon profitieren?

Dr. Berghöfer: Pharmakologisch nachgewiesen sind sowohl antibakte-rielle, antivirale und fungizide Wirkungen von Propolis. Interessant an den pharmakologischen Untersuchungen ist, dass Propolis auch gegen antibiotikaresistente Keime, wie zum Beispiel MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus), Wirkung zeigen kann. Die komplexe Zusammensetzung von Propolis macht die Interpretationen der Untersuchungsergebnisse schwierig. Neben den immunmodulierenden Eigenschaften wie die Erhöhung des Infektionsschutzes und der körpereigenen Abwehrkräfte sind die antioxidativen, zellschützenden Eigenschaften Schwerpunkte der pharmakologischen Forschung.

Was ist unter der Aagaard-Qualität  zu verstehen?

Joachim GartemannJoachim Gartemann, Marketingleiter Börner: Grundlage für die Aagaard-Qualität ist ein Herstellungsverfahren des dänischen Bienenforschers Karl Lund Aagaard aus den 1970er Jahren. Bei der Aufbereitung von Propolis besteht die Kunst darin, aus dem klebrigen und mehr oder weniger verunreinigten Rohpropolis verschiedener Herkunftsgebiete ein hoch gereinigtes und standardisiertes feines Pulver herzustellen, das als hochwertiger Wirkstoff für Propolis-Präparate verwendet werden kann. Nur Präparate mit dem Warenzeichen Aagaard® entsprechen dieser hochwertigen Qualität.

Wozu kann der Mensch Propolis verwenden?

Joachim Gartemann: Dank seiner zahlreichen Inhaltsstoffe besitzt Propolis ein breites Wirkspektrum. Für den Menschen kann dies in verschiedenen Zubereitungen genutzt werden. Die antibakteriellen und heilungsfördernden Eigenschaften, z. B. in Salben oder Mundhygiene-Produkten, aber auch als Halspastillen bei Schleimhautentzündungen im Hals- und Rachenbereich, etwa bei Erkältungen, oder in Kapselform zur allgemeinen Stärkung.

 

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