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Detox-Kur/Interview

Entschlacken ist Reinigen von innen

Seit fast 30 Jahren erforscht Dr. Peter Jentschura den Stoffwechsel des Menschen rund um den Säure-Basen-Haushalt. Seine Erkenntnisse hat der gelernte Drogist und Naturforscher in seinen Büchern niedergeschrieben. Darüber hinaus betreibt er auch die Jentschura International GmbH.

Anfang des neuen Jahres wollen viele Menschen ihrem Körper eine Verschnaufpause verschaffen und Ballast abwerfen. Muss man Entschlackung grundsätzlich als Fasten betreiben?

altEntschlackung ist zunächst als ein eigenständiger Prozess zu verstehen. Gleichwohl hat ein erfolgreiches Fasten die Entschlackung als besonders gründliche Reinigung des Organismus zum Ziel. Damit es nicht zu unerwünschten Fastenkrisen kommt, sollten Sie beim Fasten den von mir erstmals erforschten „Dreisprung der Entschlackung” beachten.

Als Erstes gilt es, die Schlacken zu lösen. Anschließend werden die daraus gelösten Säuren neutralisiert und abtransportiert, um sie im dritten Schritt auszuscheiden. Eine solche Entschlackung und damit verbundene Regeneration kann auch unabhängig von einer Fastenkur in den Alltag integriert werden. Sie bietet jederzeit nachhaltige Vorteile.

Der Begriff „Schlacken” ist nicht unumstritten. Was muss man sich darunter vorstellen?

Schlacken sind nichts anderes als Ablagerungen von nicht ausgeschiedenen Säuren und Giften. Unser Organismus hat sie mit Mineralstoffen zu neutralen Salzen verstoffwechselt. Da er auch diese nur begrenzt ausscheiden kann, muss er sie, gebunden an Wasser und Fett, ablagern. Daraus können Cellulite, Arteriosklerose, Gicht, Rheuma, Nieren-, Blasen- und Gallensteine resultieren.

Welche Organe und Funktionen tragen vor allem dazu bei, sich von störenden „Altlasten” zu befreien?

Unsere originären Ausscheidungsorgane sind Nieren, Darm und Lunge. Sie können jedoch nicht beliebig große Mengen an Säuren, Giften und Neutralsalzen „entsorgen”. Die modernen, stark säurelastigen Lebens- und Ernährungsweisen tragen dazu bei, dass die Kapazitäten dieser Organe schnell ihr Limit erreichen. Darüber hinaus werden Schadstoffe zunehmend über die Haut und die Schleimhäute ausgeschieden – in Form von Schwitzen, Neurodermitis, Pickeln, Akne, Schuppen, Schuppenflechte oder über ein offenes Bein.

Eine basenüberschüssige Ernährung und basisch reinigende Körperpflege unterstützen gleichermaßen alle Ausscheidungsorgane in ihren Funktionen. Pflanzliche Vitalstoffe optimieren die Säureneutralisierung sowie deren Abtransport und die Ausscheidung über die Nieren. Nutzen Sie eine basische Körperpflege bei einem pH-Wert von 8 bis 8,5. So wird die Haut zur Ausscheidung gezielt genutzt, der Ausscheidungsengpass der übrigen Organe gelöst und der Säure-Basen-Haushalt spürbar entlastet.

Gestatten Sie uns abschließend eine persönliche Frage: Was tun Sie für Ihre eigene Gesundheit?

Grundsätzlich habe ich Freude am Leben. Denn Frohsinn ist ein wichtiger Baustein für lange anhaltende Gesundheit und Vitalität. Um gut in den Tag zu starten, betreibe ich jeden Morgen Trockenbürstungen und das basisch-kalte „Wecken der Hände und Füße”. So kommt der Kreislauf in Schwung.

Ein basenüberschüssiges und vitalstoffreiches Frühstück, optimiert mit einem Pflanzengranulat und einem hochwertigen Öl sowie eine große Tasse Kräutertee geben mir Energie für einen erfolgreichen Tag. Ausreichend Bewegung – sinnvoll integriert in den Alltag – und regelmäßige basische Voll- oder Fußbäder runden mein Gesundheitsprogramm ab. Und das hat mich bislang jung gehalten!

Mehr zum Thema finden Sie im Ratgeber „Fasten und Ernährungskuren” (PDF-Download).

 

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